cucumber-nagios: Mach mir den Hamster!
Filed in Nagios, Sysadmin, 7. February 2010, 2:46 pmMit den üblichen Check-Plugins welche Nagios von Haus aus mitbringt, lässt sich die Verfügbarkeit von Diensten wunderbar prüfen. Hier beginnt aber auch schon das Dilemma: Die Verfügbarkeit eines Dienstes sagt noch nicht wirklich viel über die praktische Nutzbarkeit des Dienstes aus. Ein Webserver kann weiter munter Webseiten mit dem Status-Code 200 ausliefern, auch wenn die Webseite für den Nutzer praktisch nicht mehr nutzbar ist. Stellen Sie sich die eBay-Webseite ohne funktionierende Suchmöglichkeit vor – die Seite ist zwar grundsätzlich verfügbar, ein für den Nutzer wichtiger Bestandteil der Funktionalität ist jedoch nicht.
Brauchte man bisher entweder einen Hamster, der regelmäßig genau diese Funktionalität prüfte oder zumindest grundlegende Perl-Kenntnisse und etwas Zeit um ein eigenes Check-Plugin zu programmieren, gibt es mit cucumber-nagios eine echte Alternative. Exemplarisch wollen wir die Suchfunktion auf der O’Reilly Webseite prüfen und sicherstellen, dass das Praxisbuch Nagios im Online-Katalog gefunden werden kann. Lassen Sie uns den Hamster wieder in den Käfig bringen ;)
cucumber-nagios ist in der Programmiersprache Ruby entwickelt und wird als “RubyGem” verteilt, vergleichbar mit dem CPAN von Perl. Die Installation inklusive aller benötigten Abhängigkeiten geht folglich recht einfach vonstatten, solange Sie ruby und rubygems bereits installiert haben – die Pakete hierzu sind jedoch in aktuellen Linux-Distributionen bereits vorhanden.
$ gem install cucumber-nagiosDies installiert nun das Programm mitsamt weiterer benötigter Ruby-Erweiterungen – wenn Sie den Befehl als normaler, nicht-privilegierter Nutzer ausführen, werden die Pakete im ~/.gem Verzeichnis des aktuellen Benutzers installiert. Hier ist dann noch die Anpassung der $PATH-Variable erforderlich, etwa wie folgt:
$ export PATH="$PATH:/home/tobias/.gem/ruby/1.8/bin"
Nun können wir auch schon starten und ein erstes Projekt erzeugen – jede Prüfung, die Sie später als eigenständigen Service in Nagios überwachen wollen entspricht einem Projekt.
$ cucumber-nagios-gen project oreilly
Generating with project generator:
[ADDED] lib/generators/feature/%feature_name%_steps.rb
[ADDED] README
[ADDED] features/steps/result_steps.rb
[ADDED] features/steps/benchmark_steps.rb
[ADDED] features/steps/webrat_steps.rb
[ADDED] features/steps/ssh_steps.rb
[ADDED] features/support/nagios.rb
[ADDED] features/support/env.rb
[ADDED] .gitignore
[ADDED] .bzrignore
[ADDED] Gemfile
[ADDED] bin/cucumber-nagios-gen
[ADDED] bin/cucumber-nagios
[ADDED] lib/generators/feature/%feature_name%.feature
Your new cucumber-nagios project is set up.Im nächsten Schritt sind nun die benötigten RubyGems in das Projekt zu integrieren. Dies ermöglicht das Projekt später auf dem Nagios-Server einfach zu deployen.
$ cd oreilly
oreilly $ gem bundleZu guter letzt nun der wichtigste Part – wir legen fest, was wir wo prüfen wollen. Zunächst fügen wir dem zuvor angelegten Projekt ein Feature hinzu. Wichtig hierbei ist, den cucumber-nagios Generator des Projekts zu nutzen. Dieser benötigt zwei Argumente: Eine URL und einen Namen des Features.
oreilly $ bin/cucumber-nagios-gen feature www.oreilly.de search Generating with feature generator: [ADDED] features/www.oreilly.de/search.feature [ADDED] features/www.oreilly.de/steps/search_steps.rb
In der Datei features/www.oreilly.de/search.feature beschreiben wir nun unser Prüfszenario. In das tfq benannte Suchfeld geben wir nagios ein, drücken den Los-Knopf und die darauf folgende Katalogseite soll den Text Praxisbuch Nagios enthalten.
Feature: www.oreilly.de
It should be up
Scenario: Visiting home page
When I go to http://www.oreilly.de
And I fill in "tfq" with "nagios"
And I press "Los"
Then I should see "Praxisbuch Nagios"
… und fertig. Nun können wir unser Prüfszenario direkt ausprobieren:
oreilly $ bin/cucumber-nagios features/www.oreilly.de/search.feature Critical: 0, Warning: 0, 4 okay | passed=4, failed=0, nosteps=0, total=4
cucumber-nagios wertet jeden einzelnen der 4 Schritte als einzelne Prüfung, sowohl die Ereichbarkeit der Webseite, das Vorhandensein des Suchfeldes sowie des Los-Buttons und des Suchergebnisses Praxisbuch Nagios.
Um nun diese Prüfung in Nagios integrieren zu können, kopieren Sie das gesamte Projekt-Verzeichnis in das Nagios-System und rufen dort innerhalb des Projektpfades einmalig den Befehlen gem bundle auf – schon ist die Prüfung einsatzbereit und kann in Ihr Nagios-System integriert werden.
Dieses kurze Beispiel vermittelt die Idee und Funktion hinter cucumber-nagios, mehr verrät die Webseite des Projekts.
!Sonntagszeitung
Filed in Aktuelles, Sysadmin, libexec.de, , 11:51 amGenießen Sie Deutschlands größte Qualitätssonntagszeitung – frei Haus und pünktlich zum Frühstück!
So das Versprechen – die Zeit zwischen Frühstück und Lieferung der Zeitung (und nein, so früh war ich eigentlich gar nicht wach …) habe ich dann heute mal für diverse Kleinigkeiten genutzt, für die sonst “zwischendurch” zu wenig Zeit und Lust blieben. Als da wären: Entschlacken des Feedreaders (Feeds von einstmals interessanten Blogs die aber seid bald 2 Jahren verwaist sind haben nur einen begrenzten Nutzen), Einrichten des Hostings für die Freiwillige Feuerwehr Oberhausen-Sterkrade (einstweilen erstmal unter ffsterkrade.libexec.de zu erreichen) und bei der Gelegenheit auch Optimieren meiner Backups (irgendwie wäre mir nach einem Tivoli Storage Manager – insbesondere jetzt wo der TSM-Client auch in Gentoos Portage Tree vorhanden ist … – andererseits würde die Einrichtung (auch eines “freien” Gegenstücks wie Bacula etc.) vermutlich mehr Zeit benötigen, als es Nutzen bringt). Bei der Gelegenheit: Was nutzt Ihr für Eure Backups?
Wordpress Update …
Filed in Aktuelles, 23. January 2010, 4:46 pmHrmpf, mit ein wenig Verzögerung habe ich nun auf Wordpress 2.9 (2.9.1 that is) aktualisiert. myGallery tut nicht mehr, wird auch nicht mehr tun. Ich habe also gut eine Stunde damit zugebracht, die Grafiken in alten Artikeln neu hochzuladen und zu verlinken. Dabei habe ich direkt mal ausgemistet ….
Achja, auch wenn nicht es den Anschein haben mag – dieses Blog ist bestenfalls untot :P
Förderverein Gentoo e.V: Vorerst keine Auflösung
Filed in Gentoo, 14. October 2009, 5:48 pmVor rund 14 Tagen schrieb ich über die anstehende Auflösung des Förderverein Gentoo e.V. – nun 14 Tage später sieht erst einmal vieles danach aus, als wenn auf der kommenden Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt werden kann und zumindest die Auflösung (vorerst?) vom Tisch ist. Die angedachte Mitgliederversammlung am Wochenende 07./08.11. in Bottrop findet ebenso nicht statt. Anstelle dessen wird voraussichtlich im Rahmen des 26C3 in Berlin (vermutlich am 27.12.) eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Alle Mitglieder des Vereins werden selbstverständlich zeitig hierzu eingeladen.
Ich möchte mich ausdrücklich bei denen entschuldigen, die mir in den vergangenen Wochen Mails mit Hilfsangeboten etc. zukommen lassen haben – ich konnte nicht alle Mails beantworten, aber es tut durchaus gut, zu sehen, dass auch andere noch ein Interesse am Verein haben. Dafür Danke!
Möglichst kurzfristig soll die Webseite des Vereins ein Facelift erhalten und ab dann im Idealfall regelmäßig mit frischen Informationen versorgt werden.
Förderverein Gentoo e.V. strebt Auflösung an.
Filed in Aktuelles, Gentoo, Me, Myself and I, 28. September 2009, 12:20 pm(For readers on planet.g.o: This one is in German language only, but i do consider this important enough to be published on planet.g.o although.)
Wichtig: Ich schreibe hier als Privatperson, nicht als Vorstandsmitglied des Förderverein Gentoo e.V.!
Die am vergangenen Freitag stattgefundene Mitgliederversammlung hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Förderverein Gentoo e.V. aufzulösen. Entgegen der Tagesordnung wurde mangels Kandidaten kein neuer Vorstand gewählt, so dass der bisherige Vorstand weiterhin geschäftsführend im Amt bleibt. Alle Mitglieder des Vereins werden in den kommenden Tagen angeschrieben und zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen, die voraussichtlich am 07.11. in Bottrop stattfinden wird und in welcher über die Auflösung formal beschlossen werden kann.
Vorweg: Auf die Gentoo-Distribution an sich hat dies keinerlei Auswirkungen, Gentoo ist nicht tot und wird weiter bestehen – auch unabhängig von einem Förderverein im deutschsprachigen Raum.
Was ist der Förderverein Gentoo e.V.? Der Verein wurde im Herbst 2003 am Rande der Practical Linux in Gießen mit dem Ziel gegründet, die Verbreitung und Präsenz von Gentoo im deutschsprachigen Raum zu fördern und unterstützen.
Warum will sich der Verein auflösen? Es konnte aus dem – kleinen – Kreis der bei der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder kein neuer Vorstand gefunden werden. Die Mehrheit der anwesenden Mitglieder sieht keine Perspektive den Verein weiter sinnvoll zu betreiben. Es ist seit Gründung des Vereins im Jahr 2003 nicht gelungen, eine kritische Maße zu erzeugen, die sich und den Verein gegenseitig pusht und weiterbringt, aktiv am Vereinsleben teilnimmt. Realistisch betrachtet war ich in der vergangenen Zeit ein Einzelkämpfer – zu wenig für einen Verein.
Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Entscheidung? Die Präsenz von Gentoo auf Messen und Veranstaltungen wird darunter leiden. Auch wenn es um den Verein in der Vergangenheit ruhig war, konnte dieser dennoch über Mitgliedsbeiträge und Zuwendungen die Finanzierung von Flyern und Bannern, Vorfinanzierung von T-Shirts, etc. pp. sicherstellen. Ob sich Privatpersonen finden, die künftig nicht unerhebliche Beträge vorfinanzieren oder für Flyer etc. aufwenden wollen und können, wird sich zeigen müssen. Insgesamt gehe ich davon aus, dass sich die Präsenz auf Veranstaltungen zunächst nicht großartig verändern wird – langfristig mag ich keine Perspektiven abgeben. Was diese Entscheidung für mich persönlich bedeutet, wird sich auch noch zeigen müssen – meiner Motivation sind insbesondere diverse Begleitumstände der Mitgliederversammlung nicht sonderlich zuträglich. Auch fraglich ist zunächst, inwieweit es das Portal gentoo.de künftig noch geben wird, wenn kein Verein zur Finanzierung des Betrieb des Servers bereit steht. Und: Es gibt sicherlich weitere Implikationen einer Vereinsauflösung, die sich erst im Nachhinein zeigen werden.
Schade.
Webseite zum Praxisbuch Nagios
Filed in Aktuelles, Nagios, 8. September 2009, 10:15 pmWie so einiges derzeit hat auch die Webseite zum Praxisbuch Nagios etwas länger gebraucht, ist aber nun endlich “fertig”. Auf der Webseite finden sich auch auf zahlreichen Wunsch hin Images für Virtualbox und VMWare Workstation/Server zum Download, die der CD zum Buch entsprechen. Achja, wie ich bereits twittern durfte: Es wird bereits nachgedruckt! :)
Frisch umgezogen
Filed in Aktuelles, Sowas ..., , 10:10 pmscherbaum.info ist umgezogen, bis auf einen CNAME hab ich auch nichts vergessen und auch das Blog läuft – offensichtlich – noch ;) “Anders” war der Transferprozess, vom letzten KK (der nicht mehr so heißt) bei einer .info-Domain hatte ich das noch “anders” in Erinnerung – irgendwie war es dann doch etwas komplizierter und ich vermisste den “Ich möchte jetzt keine 5 Tage warten, mach fettich”-Button. Aber wie immer: Alles wird gut!
Kurzer Ausfall möglich
Filed in Aktuelles, 2. September 2009, 4:49 pmscherbaum.info wechselt den Registrar, währenddessen kann es ggf. zu kurzen Ausfällen kommen.
Wazzup?
Filed in Aktuelles, Me, Myself and I, Nagios, Sowas ..., 4. August 2009, 7:53 pmSo es eine entsprechende Studie geben würde (ich bin mir sogar sicher, dass es schon eine gibt) wäre bewiesen: Wer twittert, der bloggt weniger. Ich werde wohl auch dazu übergehen, eine wöchentliche Zusammenfassung der Tweets hier zu posten.
Vorweg die manuelle Zusammenfassung meines Twitterlebens:
- Praxisbuch Nagios jetzt auch auf der Nagios “Propaganda”-Seite: http://bit.ly/3IkDf8
- Praxisbuch Nagios in den Top 100 Fachbüchern bei Amazon :)
- Atom Dual-Core mit HT rockt! 260 kWh aufs Jahr gespart, damit rechnet sich das Board fix. Yay!
- Lecker Bierchen probiert. Lecker! http://bit.ly/19299v
- nochmal hrmpf. Vom clamd einen backtrace zu bekommen, wenn PaX ins Spiel kommt scheint nicht so einfach … *sigh*
- Zurück aus Köln. Schokoladenmuseum besucht, am Rhein gesessen und nett was beim Libanesen gefuttert.
Achja, und nach Gravatar und Twitter bekommt Herr Scherbaum demnächst auch (wieder) einen Studentenausweis. Wenn da nur nicht die Mathematik wäre …
… und wer noch eine Idee hat, wie man aus clamd einen brauchbaren Backtrace herausbekommt, der ist herzlich eingeladen diese Idee kundzutun ;)