This is it.

Angefangen hat es im Oktober 2006 mit einem Artikel über “Linux auf IBM RS/6000 43P-140″, 2 Bücher haben im Laufe der Zeit das Licht der Welt erblickt – und noch viel mehr ist in den letzten fast 5 Jahren passiert. Eines ist im Laufe der Jahre immer mehr in Vergessenheit geraten – dieser Blog. Anstelle einen Untoten länger dahin vegetieren zu lassen, heißt es Abschied nehmen.

So Long, and Thanks for All the Fish
- Tobias

(Eine statische Kopie des Blog bleibt noch einige Zeit erhalten.)

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Gentoo Buch reduziert

Das zugegeben nicht mehr ganz taufrische, aber dennoch immer noch erstaunlich aktuelle Gentoo Buch “Gentoo Linux: Die Metadistribution” gibts nun zum reduzierten Preis, z.B. bei Terrashop für 7,95€.

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Virtualbox, USB, Gentoo

Virtualbox erlaubt das Durchschleifen von USB-Geräten – die Einrichtung kann aber etwas tricky sein. Jedenfalls dann wenn, der Virtualbox ausführende Benutzer nicht Mitglied der Gruppe ‘usb’ ist. Dann sind die USB-Geräte sichtbar, können in der Virtualbox-Konfiguration als Filter für eine virtuelle Maschine angelegt werden – sind aber in der virtuellen Maschine weder nutzbar, noch werden sie aktiv angezeigt.

Bei der Gelegenheit: Ich hätte noch eine Lizenz für VMware Workstation 6 “über” – wer will?

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MySQL Union Statements

Gegeben ist eine SQL-Query die mittels UNION zwei Tabellen vermischt und die 50 aktuellsten Datensätze nach Timestamp ausgibt. War mal schnell, mit ein paar mehr Datensätzen nicht mehr. Die Abfrage läuft ca. 5 Sekunden – zu lange, denn es geht auch schneller.

Derartige Queries lassen sich wie folgt beschleunigen:
- UNION ALL anstelle von UNION, das Aussortieren der ggf. doppelten Datensätzen über ein WHERE geht schneller, als das per default genutzte UNION DISTINCT … nicht wundern, ist so.

Damit sinkt die Laufzeit der Query von ca. 5 auf ca. 1,5 Sekunden, aber da geht noch mehr (der eigentlich logische Teil *hust*):
- wenn möglich sollte man die abzufragenden Datenmengen Inner-Queries entsprechend klein halten, wenn man z.B. eh nur 50 Datensätze aus 2 Tabellen kombinieren will, dann ist es sinnvoll auch nur diese in die Gesamtmenge einzubringen.

Laufzeit der Query nun wieder im Millisekundenbereich. Fertig ;)

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Data Center Technical Specialist

Nachdem Novell die LPIC-1 Zertifizierung mit dem Novell Certified Linux Administrator gematcht hat, wurde der Novell Certified Linux Administrator nun offensichtlich mit dem Data Center Technical Specialist gematcht … wieder ein schönes Zertifikat für die Bürowand *hust*

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FTP-Nutzern das Löschen verbieten

Zugegeben, die möglichen Anwendungsfälle liegen nicht an jeder Straßenecke herum – aber vielleicht sucht ja jemand genau wie ich irgendwann einmal nach der Möglichkeit, gewisse FTP-Kommandos (hier halt das Löschen von Dateien) zu verbieten.

Direkt beim ersten Verdächtigen, dem “besten” FTP-Server vsftpd, wird man auch fündig – benötigt wird jedoch eine einigermaßen aktuelle Version, d.h. Debian Stable ist wie immer zu alt ;) vsftpd bringt nicht nur die Direktive cmds_allowed mit, sondern in aktuellen Versionen auch das gewünschte cmds_denied. Um nun das Löschen von Dateien wirksam zu unterbinden genügt folgender Schnipsel in der vsftpd.conf (bei der Gelegenheit wird das Löschen von Verzeichnissen ebenfalls unterbunden):

cmds_denied=DELE,RMD
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cucumber-nagios: Mach mir den Hamster!

Mit den üblichen Check-Plugins welche Nagios von Haus aus mitbringt, lässt sich die Verfügbarkeit von Diensten wunderbar prüfen. Hier beginnt aber auch schon das Dilemma: Die Verfügbarkeit eines Dienstes sagt noch nicht wirklich viel über die praktische Nutzbarkeit des Dienstes aus. Ein Webserver kann weiter munter Webseiten mit dem Status-Code 200 ausliefern, auch wenn die Webseite für den Nutzer praktisch nicht mehr nutzbar ist. Stellen Sie sich die eBay-Webseite ohne funktionierende Suchmöglichkeit vor – die Seite ist zwar grundsätzlich verfügbar, ein für den Nutzer wichtiger Bestandteil der Funktionalität ist jedoch nicht.

Brauchte man bisher entweder einen Hamster, der regelmäßig genau diese Funktionalität prüfte oder zumindest grundlegende Perl-Kenntnisse und etwas Zeit um ein eigenes Check-Plugin zu programmieren, gibt es mit cucumber-nagios eine echte Alternative. Exemplarisch wollen wir die Suchfunktion auf der O’Reilly Webseite prüfen und sicherstellen, dass das Praxisbuch Nagios im Online-Katalog gefunden werden kann. Lassen Sie uns den Hamster wieder in den Käfig bringen ;)

cucumber-nagios ist in der Programmiersprache Ruby entwickelt und wird als “RubyGem” verteilt, vergleichbar mit dem CPAN von Perl. Die Installation inklusive aller benötigten Abhängigkeiten geht folglich recht einfach vonstatten, solange Sie ruby und rubygems bereits installiert haben – die Pakete hierzu sind jedoch in aktuellen Linux-Distributionen bereits vorhanden.

$ gem install cucumber-nagios

Dies installiert nun das Programm mitsamt weiterer benötigter Ruby-Erweiterungen – wenn Sie den Befehl als normaler, nicht-privilegierter Nutzer ausführen, werden die Pakete im ~/.gem Verzeichnis des aktuellen Benutzers installiert. Hier ist dann noch die Anpassung der $PATH-Variable erforderlich, etwa wie folgt:

$ export PATH="$PATH:/home/tobias/.gem/ruby/1.8/bin"

Nun können wir auch schon starten und ein erstes Projekt erzeugen – jede Prüfung, die Sie später als eigenständigen Service in Nagios überwachen wollen entspricht einem Projekt.

$ cucumber-nagios-gen project oreilly
Generating with project generator:
     [ADDED]  lib/generators/feature/%feature_name%_steps.rb
     [ADDED]  README
     [ADDED]  features/steps/result_steps.rb
     [ADDED]  features/steps/benchmark_steps.rb
     [ADDED]  features/steps/webrat_steps.rb
     [ADDED]  features/steps/ssh_steps.rb
     [ADDED]  features/support/nagios.rb
     [ADDED]  features/support/env.rb
     [ADDED]  .gitignore
     [ADDED]  .bzrignore
     [ADDED]  Gemfile
     [ADDED]  bin/cucumber-nagios-gen
     [ADDED]  bin/cucumber-nagios
     [ADDED]  lib/generators/feature/%feature_name%.feature
Your new cucumber-nagios project is set up.

Im nächsten Schritt sind nun die benötigten RubyGems in das Projekt zu integrieren. Dies ermöglicht das Projekt später auf dem Nagios-Server einfach zu deployen.

$ cd oreilly
oreilly $ gem bundle

Zu guter letzt nun der wichtigste Part – wir legen fest, was wir wo prüfen wollen. Zunächst fügen wir dem zuvor angelegten Projekt ein Feature hinzu. Wichtig hierbei ist, den cucumber-nagios Generator des Projekts zu nutzen. Dieser benötigt zwei Argumente: Eine URL und einen Namen des Features.

oreilly $ bin/cucumber-nagios-gen feature www.oreilly.de search
Generating with feature generator:
     [ADDED]  features/www.oreilly.de/search.feature
     [ADDED]  features/www.oreilly.de/steps/search_steps.rb

In der Datei features/www.oreilly.de/search.feature beschreiben wir nun unser Prüfszenario. In das tfq benannte Suchfeld geben wir nagios ein, drücken den Los-Knopf und die darauf folgende Katalogseite soll den Text Praxisbuch Nagios enthalten.

Feature: www.oreilly.de
  It should be up

  Scenario: Visiting home page
    When I go to http://www.oreilly.de
    And I fill in "tfq" with "nagios"
    And I press "Los"
    Then I should see "Praxisbuch Nagios"

… und fertig. Nun können wir unser Prüfszenario direkt ausprobieren:

oreilly $ bin/cucumber-nagios features/www.oreilly.de/search.feature 
Critical: 0, Warning: 0, 4 okay | passed=4, failed=0, nosteps=0, total=4

cucumber-nagios wertet jeden einzelnen der 4 Schritte als einzelne Prüfung, sowohl die Ereichbarkeit der Webseite, das Vorhandensein des Suchfeldes sowie des Los-Buttons und des Suchergebnisses Praxisbuch Nagios.

Um nun diese Prüfung in Nagios integrieren zu können, kopieren Sie das gesamte Projekt-Verzeichnis in das Nagios-System und rufen dort innerhalb des Projektpfades einmalig den Befehlen gem bundle auf – schon ist die Prüfung einsatzbereit und kann in Ihr Nagios-System integriert werden.

Dieses kurze Beispiel vermittelt die Idee und Funktion hinter cucumber-nagios, mehr verrät die Webseite des Projekts.

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Förderverein Gentoo e.V: Vorerst keine Auflösung

Vor rund 14 Tagen schrieb ich über die anstehende Auflösung des Förderverein Gentoo e.V. – nun 14 Tage später sieht erst einmal vieles danach aus, als wenn auf der kommenden Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt werden kann und zumindest die Auflösung (vorerst?) vom Tisch ist. Die angedachte Mitgliederversammlung am Wochenende 07./08.11. in Bottrop findet ebenso nicht statt. Anstelle dessen wird voraussichtlich im Rahmen des 26C3 in Berlin (vermutlich am 27.12.) eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Alle Mitglieder des Vereins werden selbstverständlich zeitig hierzu eingeladen.

Ich möchte mich ausdrücklich bei denen entschuldigen, die mir in den vergangenen Wochen Mails mit Hilfsangeboten etc. zukommen lassen haben – ich konnte nicht alle Mails beantworten, aber es tut durchaus gut, zu sehen, dass auch andere noch ein Interesse am Verein haben. Dafür Danke!

Möglichst kurzfristig soll die Webseite des Vereins ein Facelift erhalten und ab dann im Idealfall regelmäßig mit frischen Informationen versorgt werden.

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Jetzt auch mit Favicon

… danke Uwe :)

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Förderverein Gentoo e.V. strebt Auflösung an.

(For readers on planet.g.o: This one is in German language only, but i do consider this important enough to be published on planet.g.o although.)

Wichtig: Ich schreibe hier als Privatperson, nicht als Vorstandsmitglied des Förderverein Gentoo e.V.!

Die am vergangenen Freitag stattgefundene Mitgliederversammlung hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Förderverein Gentoo e.V. aufzulösen. Entgegen der Tagesordnung wurde mangels Kandidaten kein neuer Vorstand gewählt, so dass der bisherige Vorstand weiterhin geschäftsführend im Amt bleibt. Alle Mitglieder des Vereins werden in den kommenden Tagen angeschrieben und zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen, die voraussichtlich am 07.11. in Bottrop stattfinden wird und in welcher über die Auflösung formal beschlossen werden kann.

Vorweg: Auf die Gentoo-Distribution an sich hat dies keinerlei Auswirkungen, Gentoo ist nicht tot und wird weiter bestehen – auch unabhängig von einem Förderverein im deutschsprachigen Raum.

Was ist der Förderverein Gentoo e.V.? Der Verein wurde im Herbst 2003 am Rande der Practical Linux in Gießen mit dem Ziel gegründet, die Verbreitung und Präsenz von Gentoo im deutschsprachigen Raum zu fördern und unterstützen.

Warum will sich der Verein auflösen? Es konnte aus dem – kleinen – Kreis der bei der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder kein neuer Vorstand gefunden werden. Die Mehrheit der anwesenden Mitglieder sieht keine Perspektive den Verein weiter sinnvoll zu betreiben. Es ist seit Gründung des Vereins im Jahr 2003 nicht gelungen, eine kritische Maße zu erzeugen, die sich und den Verein gegenseitig pusht und weiterbringt, aktiv am Vereinsleben teilnimmt. Realistisch betrachtet war ich in der vergangenen Zeit ein Einzelkämpfer – zu wenig für einen Verein.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Entscheidung? Die Präsenz von Gentoo auf Messen und Veranstaltungen wird darunter leiden. Auch wenn es um den Verein in der Vergangenheit ruhig war, konnte dieser dennoch über Mitgliedsbeiträge und Zuwendungen die Finanzierung von Flyern und Bannern, Vorfinanzierung von T-Shirts, etc. pp. sicherstellen. Ob sich Privatpersonen finden, die künftig nicht unerhebliche Beträge vorfinanzieren oder für Flyer etc. aufwenden wollen und können, wird sich zeigen müssen. Insgesamt gehe ich davon aus, dass sich die Präsenz auf Veranstaltungen zunächst nicht großartig verändern wird – langfristig mag ich keine Perspektiven abgeben. Was diese Entscheidung für mich persönlich bedeutet, wird sich auch noch zeigen müssen – meiner Motivation sind insbesondere diverse Begleitumstände der Mitgliederversammlung nicht sonderlich zuträglich. Auch fraglich ist zunächst, inwieweit es das Portal gentoo.de künftig noch geben wird, wenn kein Verein zur Finanzierung des Betrieb des Servers bereit steht. Und: Es gibt sicherlich weitere Implikationen einer Vereinsauflösung, die sich erst im Nachhinein zeigen werden.

Schade.

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