Reaktionen und Reaktion September 28, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Aktuelles , 1 comment so farEin paar Tage ist es nun her, dass das Announcement zur Änderung der Release-Zyklen von Gentoo veröffentlicht wurde. Zeit also Reaktionen zu sammeln, wie auch einige Kommentare herauszustellen und nicht unkommentiert stehen zu lassen.
Zum Inhaltlichen kurz Vorweg: Ich bin selbst im Releng-Team aktiv und erstelle die Installationsmedien für Gentoo/HPPA. Der jetzige “Schritt zurück” ist aus meiner Sicht längst überfällig gewesen und erlaubt uns hoffentlich den Fokus von “just getting things somewhat done” mehr auf die Qualität der Installationsmedien an sich zu legen. Trotz (oder gerade auf Grund?) langer Release-Zyklen enthielten die 2007.0 und 2008.0 initial zum Teil Fehler, die durchaus in die Kategorie “peinlich” einzusortieren sind. So enthielt beim 2007.0 ein CD-Image noch den Bootsplash einer Vorgängerversion, beim 2008.0 Release waren die ersten Versionen (die nicht-r1 Releases) zur Installation mit dem Installer praktisch unbrauchbar (die zur Installation genutzten Kernel/Initrd lagen nicht an der richtigen Stelle) und eine der AMD64-CDs enthielt noch Grub als Bootloader, der in den ersten Beta-Versionen genutzt wurde, aber problematischer als Isolinux war und somit wieder ersetzt wurde.
Allesamt Fehler die eigentlich auffallen müssten und sollten - aber unter den Tisch fallen, wenn es darum geht irgendwann ein Release einfach nur noch herauszubringen.
Der alte, neue Ansatz eliminiert sicherlich nicht das Fehlerpotential, aber durch einen höheren Grad der Automatisierung und häufigere Verfügbarkeit von Installationsmedien sinkt es einerseits und andererseits ist man nicht für eine fixe Zeit von zuletzt rund einem Jahr an fehlerhafte Installationsmedien gebunden, sondern ersetzt diese kurzfristig. Nicht zuletzt bedeuten häufigere, aktuellere InstallationsCDs auch eine verbesserte Hardwareunterstützung, durch das Einbinden neuerer Linux-Kernel - Projekte zur Umgehung des Problems, wie z.B. TING erübrigen sich dadurch quasi. Soviel vorweg :)
Fangen wir mit dem Diskussion-Thread in den Gentoo Foren an. Seit geraumer Zeit wird zu jedem Announcement auf gentoo.org ein entsprechender Thread gestartet, hier gibt es meist zu allererst Reaktionen auf die entsprechende Neuigkeit. Einige Auszüge:
- “This is great news, the basic cd’s and stages are the only things that matter to me!”
- “to be honest, I’ve never used a full-fat CD, just the minimal install.”
- “I think it is a really good strategy.”
Die überwältigende Mehrheit der Reaktionen entspricht dem was zu Erwarten war, LiveCD und Installer konnten sich in der “Publikumsgunst” nicht wirklich durchsetzen. “Back to the roots” wird daher folglich als der richtige Schritt zurück gesehen.
Neben der Diskussion in den Gentoo Foren gab es auch Berichte bei den “üblichen Verdächtigen”:
- Linux-Community: “Gentoo-Projekt im Stress”
- Pro Linux: “Gentoo ändert Veröffentlichungsstrategie “
- Golem: “Gentoo überdenkt Veröffentlichungspolitik”
- derstandard.at: “Umbau: Gentoo 2008.1 wird nicht erscheinen”
Aus dem Artikel von “derStandard” stammt folgender Textauszug:
“Einst der große aufsteigende Stern in der Linux-Welt, war Gentoo in den letzten Jahren mehr und mehr in die Krise geschlittert.”
Exemplarisch dafür, dass es in letzter Zeit “chiq” zu sein scheint, Artikel über Gentoo negativ zu eröffnen und welchen Nachrichtlichen Wert auch immer negativ darzustellen. Daraus lernen kann man eigentlich nur, dass Gentoo selbst in zukünftigen Mitteilungen vermehrt auf positive Dinge hinweisen sollte. Anstelle des nahezu schon üblichen “es fehlt Personal, helft mit” also bei dieser Mitteilung z.B. ein “bessere Hardwareunterstützung und höhere Aktualität durch häufigere Veröffentlichung von Installationsmedien”.
Speziell zu “Gentoo stirbt, es fehlen Leute” geistern seit einigen Tagen arg fragwürdige Zahlen durch das Netz, die derStandard gerne aufgreift …
“Um dies zu erreichen sucht man aber auch nach neuen EntwicklerInnen, kein Wunder: Im Jahr 2008 ist die Zahl der aktiven EntwicklerInnen der Distribution um mehr als 100 zurück gegangen.”
Robin H. Johnson hat als Reaktion auf “The Decline Of Gentoo Linux” Zahlenmaterial, welches vorwiegend aus Gentoos LDAP-Verzeichnis stammt, gesammelt und die dort genannten Zahlen korrigiert. Um die Qualität und Aussagekraft der dort genannten Zahlen zu einzuordnen folgende Aussage von Robin:
“By the 654 total, less your 633 loss, we should only have 22 non-retired developers, which is VERY far from the truth.”
Soviel dazu, wir waren aber eigentlich bei der neuen Releasepolitik … Reaktionen in Blogs wie F!XMBR (”Gentoo in der Krise?”) tendieren auch dazu, dies als Untergang von Gentoo herbei zu schwören. Das allzu beliebte Verweisen auf mangelnde Man-Power vor allem Seitens des Projekts selbst scheint diese Annahmen zu unterstreichen, so könnte man meinen. Wir lernen wieder für die Zukunft: Mitteilungen positiv formulieren!
Noch die Blogeinträge im Überblick:
Patrick hat fertig. September 27, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Aktuelles , add a commentDas wurde ja auch mal Zeit … seit ein paar Tagen ist “Eclipse in der Java-Entwicklung: aktuell zur Version 3.4” nun nach langem Warten erhältlich, ich hab mir direkt ein Exemplar gesichert. Was lange währt, wird endlich gut - oder wie war das noch gleich?
This product can not be installed inside a virtual machine September 27, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Sysadmin, VMware , add a commentsoso … dabei wollte ich mir nur “mal kurz” den neuen VMware-Server 2 anschauen. Nachdem eine der Beta-Versionen unter Vista nun gar nicht lief, wollte ich kurz in einem XP System einen Blick darauf werfen. Idee gut, leider nicht durchführbar *sigh*
Achja, für Uwe: Ich hab dabei rein zufällig die Shared-Folders entdeckt ;) In den Eigenschaften der jeweiligen virtuellen Maschine unter Optionen kann man die Shared-Folders konfigurieren. Ich denke doch, dass das im VMware-Server 1 genauso funktioniert, wie in der VMware Workstation.
Die Metadistribution jetzt auch in der Oberhausener Stadtbibliothek September 27, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Gentoo-Buch , add a commentSeit einigen Tagen hat ein Exemplar der zweiten Auflage auch den Weg in die Oberhausener Stadtbibliothek gefunden. Angesichts der klammen Haushaltssituation der Stadt habe ich der Bibliothek ( ganz uneigennützig, ich weiß :P) ein Exemplar vermacht.
War man anfangs noch skeptisch (sinngemäß: “Das ist ja mehr was für Freaks, aber geben Sie mal her” ), ist das Buch nun auch schon ausgeliehen. Fein :) Wer von der Ausleihe Gebrauch machen will, der kann über den WebOPAC-Zugriff den Entleihstatus überprüfen oder eine Vormerkung vornehmen.
Geekporn September 13, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : GiN , add a commentGoogle baut ein neues Datacenter, noch viel grün und wenig Technik - die Ausmaße sind aber schon erkennbar.
Apache Authentifizierung gegen OpenLDAP September 12, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Sysadmin, libexec.de , add a commentNachdem es an der einen oder anderen Stelle doch etwas trickreicher war, als angenommen - hier meine Gedächtnisstütze ;)
Zunächst muss Apache LDAP verstehen, unter Gentoo über USE=”ldap” respektive über einen entsprechenden Eintrag in der make.conf oder package.use.
USE=”ldap” emerge apache
In /etc/conf.d/apache müssen nun das ldap-Modul wie auch das authnz_ldap-Modul aktiviert werden.
peggy ~ # grep -i ldap /etc/conf.d/apache2
# AUTHNZ_LDAP Enables authentication through mod_ldap (available if USE=ldap)
# LDAP Enables mod_ldap (available if USE=ldap)
APACHE2_OPTS=”-D SSL -D NAGIOS -D PHP5 -D LDAP -D AUTHNZ_LDAP”
Nun kann gegen OpenLDAP authentifiziert werden, so entsprechende Benutzer und Gruppen im Verzeichnis vorhanden sind.
AuthType Basic
AuthBasicProvider ldap
AuthLDAPUrl ldap://localhost:389/ou=users,dc=libexec,dc=de?uid?sub
AuthzUserAuthoritative On
AuthzLDAPAuthoritative Off
AuthLDAPGroupAttribute memberUid
AuthLDAPGroupAttributeIsDN Off
AuthName “Foo”
require valid-user
Anstelle des “require valid-user” kann die Berechtigung auch auf einzelne Benutzer
require ldap-user “Hermann Foo”
oder Gruppen beschränkt werden.
require ldap-group cn=foo,ou=webaccess,ou=groups,dc=libexec,dc=de
Mitglieder einer Gruppe werden hier als memberUid abgelegt, so dass bei Berechtigung nach Gruppen dieses Attribut herangezogen wird. Als default würden die member oder uniquemember beachtet.
Weiteres verrät die mod_authnz_ldap-Doku.
Gentoo Linux - Die Metadistribution: Second edition now available September 9, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Gentoo, Gentoo-Buch , 5commentsA little bit later than it was planned to, but now it’s finally available in bookstores: the second edition of my book “Gentoo Linux - Die Metadistribution“. We (both the publisher and myself) were waiting for Gentoos 2008.0 release to include the 2008.0 LiveCD, thus the delay.
Besides some fixes (which were in fact only a few minor ones) and updates the book now includes an additional chapter which explains the basic usage of catalyst and genkernel and shows how to build an Install-/LiveCD using these tools. I’d like to thank everyone from whom I got feedback on the first edition, but especially I’d like to thank some fellow Gentoo developers and a friend from my local LUG. Christian (Faulhammer), Tobias (Heinlein), Michael (Gisbers), thank you!
(Picture taken by Uwe Perl)
Wordpress Update … September 9, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : libexec.de , add a comment… wurd’ mal wieder Zeit. Diesmal auch mit Sicherheitslücke, hatten wir ja auch schon länger nicht mehr. Passend dazu auch diese Meldung bei Heise Security.
Gentoo Linux - Die Metadistribution: Zweite Auflage verfügbar September 5, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Aktuelles, Gentoo-Buch , add a commentEin wenig verspätet haben ein paar Exemplare der 2. Auflage nun auch den Weg zu mir gefunden, somit ist mein Part an dem Buch erstmal erledigt. Wie ich ja bereits schrieb, hat sich die 2. Auflage analog zu (und auf Grund) Gentoos 2008.0 Release verspätet, bringt dafür nun aber die 2008.0-r1 LiveCD für x86-basierte PCs in gepresster Form mit sich. Neu ist ein kleines Kapitel, das in die Nutzung von catalyst und genkernel zur Erstellung einer eigenen LiveCD einführt. Daneben wurden einige Fehlerteufelchen verjagt.
Zu kaufen gibt es das Buch wie gehabt beim Buchhändler des Vertrauens, Amazon, Terrashop und so weiter ;) Unwesentlich dicker ist das Buch geworden, der Preis bleibt jedoch stabil bei 29,95€.
LPIC-2 zertifiziert September 3, 2008
Posted by Tobias Scherbaum in : Aktuelles, Me, Myself and I, Sysadmin , 1 comment so farAuf der FrOSCon habe ich die Gelegenheit genutzt, die LPI-Prüfung 202 abzulegen. Diese hat noch zum LPIC Level 2 gefehlt - bestanden! Bester Bereich war das Troubleshooting …
100% Troubleshooting
Schlechtester Bereich war das Network Client Management - ich gebe zu, unter anderem NIS ist nicht meine Welt :P
50% Network Client Management
Nachtrag: Ich hätte nun das LPIC-2 Buch aus dem Open Source Press Verlag “über” - wer Interesse hat, mag sich per Mail melden.


