Nachdem mich Samstag abend die Lust packte, zwischen DSDS und dem Einschlafen noch etwas kaputt zu machen, habe ich mir mein privates Mailsystem vorgenommen. Seit geraumer Zeit habe ich hier nichts mehr verändert, NiX-Spam Blacklist, Greylisting und eine ClamAV/SpamAssassin im Amavisd-new tun zur vollsten Zufriedenheit ihren Dienst – mit einer Ausnahme:
Ich habe mit arg viel “Russenspam” zu kämpfen gehabt. Die hat der SpamAssassin nicht entsprechend getagged, tageweise kamen dann halt gleich mehrere kyrillische Buchstabenkombos ungeschoren davon. Mein erster Ansatz war eine entsprechende Regel um den kyrillischen Krams händisch im SpamAssassin ordentlich zu bepunkten – noch einmal drüber nach gedacht, ein wenig gegoogelt, ein weiteres Bier getrunken und den Parameter ok_locales gefunden.
ok_locales en ja ko th zh de
Damit hat sich das Problem mit dem für mich eh unlesbaren Russenspam erledigt. Da ein Großteil meines privaten Spam-Aufkommens über die @gentoo.org Mailadresse eingeliefert wird (die wiederum in mein Mailsetup geforwardet wird, entsprechende RBLs hier also nix tun), unternahm ich also den Versuch das Greylisting zu deaktivieren.
Nun gut zwei Tage später ist Zeit für ein erstes, kurzes Fazit: Trotz deaktivertem Greylisting wird deutlich weniger Spam nicht erkannt – im Schnitt bleiben mir 2-3 unerkannte Spam-Mails am Tag. Zum Vergleich: Als Spam erkannt werden täglich gute 2.000 Mails – wovon ein Großteil wie bereits erwähnt über die @gentoo.org Adresse eingeliefert wird. Eine Erkennungszuverlässigkeit von 99,9%, da kann ich gut mit Leben.
Zum Vergleich im Übrigen, dieses Blog hat bisher auch einigen Pingback/Trackback- und Kommentarspam angezogen …
114,456 spams caught, 756 legitimate comments, and an overall accuracy rate of 99.971%.
Akismet nutze ich allerdings erst ungefähr ein Jahr …